
Bobby Martinez gewinnt Teahupoo Pro
Bobby Martinez gewinnt Teahupoo Pro Contest
Was für ein Event. Trotz neuem Wettbewerbsformat wurden 11 der möglichen 12 Tage der Waiting Period genutzt um die diesjährigen Billabong Pro Teahupoo zum Ende zu bringen. Nachdem die Trials wie jedes Jahr mit nahezu perfekten Wellen gesegnet waren, stand schon vor dem ersten Contest-Tag fest, dass das Mainevent wieder ein Kampf gegen die schlechten Bedingungen werden würde.
Contest-Director Luke Egan sah sich nach dem frühen Start gezwungen fünf Lay-Days einzuschieben, da weder Wellen noch Wetter mitspielen wollten. Am Montag Nacht (deutscher Zeit) starteten dann endlich die verbliebenen Heats der zweiten Runde. Dienstag Nacht (deutscher Zeit) folgte der letzte Wettkampftag.
Die europäische Fahne -nach Zweitrunden-Niederlagen von Marlon Lipke, Jeremy Flores und Tim Boal- wurde vom jungen Basken Aritz Aranburu erfolgreich bis ins Halbfinale getragen. Dort erst musste sich Aritz dem späteren Event-Sieger Bobby Martinez in einem spannenden Heat knapp geschlagen geben.
Aritz sorgte auf seinem Feldzug auf Platz 3 für mächtig Wirbel, als er nacheinander Dane Reynolds, Kelly Slater und Damien Hobgood (alle USA) und im Viertelfinale noch Tom Whitaker (Australien) nach Hause schickte. Aritz startete als einer der am niedrigsten gesetzten Surfer ins Event und wurde dementsprechend in jeder Runde gegen die am höchsten gesetzten Surfer geschickt. “Das hat meine Motivation hoch gehalten“, so der abgeklärte Kommentar von Aritz.
Durch seinen dritten Platz (geteilt mit Michael Campbell) springt Aritz im Gesamtranking vom letzten auf den 19. Platz und lässt damit Surfer wie Kelly Slater und Dane Reynolds vorerst hinter sich. Bobby springt durch seinen Sieg vom 19. auf den 7. Platz. Taj Burrow, der im Finale den Kürzeren zog, hält Anschluss an Joel Parkinson und belegt nun Platz 2 mit 2318 Punkten vor Parko mit 3000 Punkten. Der Kampf um die Weltmeisterschaft wurde also wieder ein wenig spannender, Parko hält nun die Spitzenposition mit weniger als 700 Punkten Vorsprung, statt zuvor mit fast 800.
Die anderen europäischen Surfer werden Tahiti mit gemischten Gefühlen verlassen. Marlon Lipke holte seinen ersten World Tour Heat-Sieg und sicherte sich mit einem geteilten 17. Platz sein bestes Saisonergebnis. Auch wenn das zum Re-Qualifying am Ende der Saison nicht ausreichen wird, gibt es doch Hoffnung und eine Menge Selbstvertrauen für die kommenden Events.
Tim Boal wurde zum dritten Mal in Folge 17. und liegt mit einem geteilten 25. Platz im Gesamtranking noch innerhalb der Qualifikationszone. Miky Picon, Michel Bourez und Tiago Pires schieden in der ersten Runde aus und liegen zusammen mit Marlon im Moment im unteren drittel der World Tour Tabelle. Jeremy Flores, aufgrund seiner starken letzten Saison für alle Events mit dem neuen Format in die zweite Runde gesetzt, schied erneut als 17. aus und wartet nun seit November 2008 (zweiter Platz in Brasilien) auf ein solides Ergebnis.
Das nächste Event der World Tour sind die Hangloose Santa Catarina Pro in Brasilien. Die Waiting Period beginnt am 27. Juni, wir berichten natürlich tagesaktuell vom Abschneiden der europäischen Vertreter.
Grretz Euer surf-house Team
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