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Theorie

Wellen (waves)

1 Comment 22 März 2008

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So hier kommt nun wohl der interessanteste Beitrag, Wellenentstehung, Wellenwanderung und Wellenbrechung. Warum muss “ich” über die Wellen bescheid wissen stellt man isch hier die Frage, naja da wir als Mitteleuropäer die in Deutschland leben nicht immer unbedingt die Möglichkeit haben Wellen vor der Haustür zu surfen (vom Münchner Eisbach mal abgesehen) muss meist zu den Wellen gereist werden. Egal ob in Europa, Nord- oder Südamerika, Afrika, Asien, Australien oder eben nur im Mittelmeer oder an der Nordsee, Wellen verhalten sich nach bestimmten Vorgaben und entstehen wie schon angedeutet durch Wind oder besser gesagt durch einen fetten Sturm.

Wellen entstehen irgendwo auf dem offenen Ozean durch sehr starken Wind der die Wasseroberfläche bearbeitet. Jeder hat schon mal eine Pfütze gesehen in die Wind hinein fährt und dort kleine Verwirbelungen erzeugt und diese in Windrichtung davon schiebt. Je nach Dauer, Stärke und Kontinuität in eine Richtung des Windes werden diese Verwirbelungen immer weiter aufgebaut und es entsteht eine sogenannte Windsee (Windsea) mit sehr ungeordneten Wellenbergen und Wellentälern die in Windrichtung aus dem Sturmgebiet heraus geschoben werden. Die höchsten Windsee Wellen sind eine riesige Gefahr für die internationale Schifffahrt, es können Wellenberge mit einer Höhe von bis zu 60 Metern entstehen die nicht nur der kleinen Nußschale das Genick brechen sondern auch dem großen Öltanker den Gar aus machen können. Hierzu gibt es aber am Ende des Artikels noch einen Exkurs, wer es gar nicht mehr abwarten kann hier schon die Verlinkung zu den Themen Windsee und Tsunamis.

Wellenentstehung 01 in

Wenn diese Windsee nach Tagen das Sturmeinflußgebiet verlässt, dann ist die Erdgravitation schuld daran das sich die durch den Wind eingefügte Energie wieder normalisiert und ordnet. Die Windsee verlässt das Einflußgebiet (Fetch) und sortiert sich, das heißt die Windenergie begibt sich auf Meeresspiegel Niveau, verlagert sich auf sogenannte Orbitalwalzen die sich unter den Dünungshügeln befinden. Dies ist ein Prozeß der mehrere Tage in Anspruch nimmt, somit sind Wellen die weit auf dem offenen Ozean entstehen besser sortiert als Wellen die nah an der Küste entstehen. Angemerkt sei hier das in einer Dünung (Swell) kein Wassertransport statt findet, sondern sich die Energie auf den in Abbildung xy dargestellten Orbitalbahnen fortsetzt. Setzt man einen Korken auf offener See ohne Wind auf die Wasseroberfläche so wird dieser nicht nach vorne oder hinten bewegt, sondern nur auf- und abwärts.Die Dünungshügel reisen nun durch die Windenergie durch den Ozean, hierbei entstehen sogenannte Dünungszüge (Sets) die auf physikalischen Gesetzmäßigkeiten basieren. Grössere Dünungshügel haben eine höhere Reisegeschwindigkeit und ein höheres Energiepotential als kleinere, dadurch setzen diese sich nach vorne, andererseits müssen die ersten Dünungshügel den höchsten Energieverbrauch aufbringen um durch den Ozean zu reisen. Dadurch eliminieren sich Dünungshügel, Bereiche mit Pausen zwischen den Dünungshügeln entstehen und je nach Strecke die zurück gelegt werden bilden sich Dünungszüge mit einer bestimmten Wellenanzahl aus. Das ganze Prinzip funktioniert ähnlich wie beim Radsport, der erste strampelt, die anderen fahren Windschatten und dann wird gewechselt und es bilden sich Gruppen aus Icon Wink in . Nach einer gewissen Zeit treffen diese Dünungshügel dann auf unser Kontinentalschelf, der Abstand zwischen den Orbitalwalzen und dem Untergrund wird geringer, bis diese dann den Boden berühren. Da es sich bei den Orbitalwalzen um Energie handelt, wird diese nach oben hin aufgestaucht und je weiter der Dünungshügel Richtung Strand läuft um so mehr wird er aufgebaut (steiler). Es kommt der Punkt an dem der Dünungshügel seine maximale Höhe erreicht hat, bedingt durch den immer spitzeren Winkel an der Wellenspitze wird das Gebilde instabil, die Welle fängt an zu brechen. Hier findet das erste mal Wassertransport statt.

Wellenentstehung 02 in

Aufgrund der unterschiedlichen Steilheit des Untergrundes kann diese Aufstauchung der Orbitalwalzen langsam von statten gehen man sieht hier dann sanft brechende Wellen, findet die Aufstauchung durch einen steil ansteigenden Strand schnell und abrupt statt, so sieht man hier im Regelfall eher hohler brechende Wellen. Wenn hinter dem steilen Anstieg die Sandbank nicht hoch genug liegt um die Welle zum brechen zu bringen, danach ein Becken im Untergrund vorhanden ist, so versackt die Welle wieder, hat zwar schon etwas Energie verloren, aber Besitzt noch genug um an der nächsten Sandbank / Riff oder am Strand diese zu entladen.

Beachbreak in

Als typische und klassische Welle gilt natürlich der reef break, hier werden die Wellen auf kurzer Distanz abgrbremst und die Orbitalwalzen somit schnell nach oben gestaucht. Die gesamte Wellenenergie entlädt sich auf kurzem Weg, der Punkt der Instabilität wird sehr schnell erreicht und der vormals gewachsene Dünungshügel wirft durch die instabile Situation seine Wellenlippe nach vorne. Hier ensteht ein Hohlraum zwischen dem herabfallenden Teil der Welle und dem Wellenrücken, der ultimative Traum jedes Surfers der Tuberide auch Barrel genannt.

Reefbreak in

Wellen die direkt auf den Strand brechen nennt man Shorebreak, der bekannteste Shorebreak mit den spektakulärsten Aufnahmen ist hier wohl der Waimea Bay Shorebreak.

Waimeawipeout in

Theorie

Strömungen (Currents)

No Comments 15 März 2008

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Strömungen wie schon angesprochen sind ein wichtiges Thema beim surfen, aber leider nicht nur beim Surfen sondern auch allen Strandbesuchern die sich oftmals nicht sehr gut informieren. Grundsätzlich basieren Strömungen auf einem ganz einfachen Prinzip, Wasser das in Richtung Strand transportiert wird muss auch wieder abfliessen. Dabei sucht es sich nicht nur den Weg des geringsten Widerstandes, was den Wasserfluss betrifft, sondern auch was die Untergrund Beschaffenheit angeht. Sinnvoll ist es, einen Strand den man nicht kennt bei unterschiedlichen Gezeitenständen (siehe Gezeiten / Tides) anzusehen, hier kann man sehr schnell erkennen wo Hindernisse (Sandbänke oder Riffe) im Untergrund den Abfluss des Wassers beinflussen. Natürlich haben die Gezeiten einen grossen Einfluss auf die Strömungsstärke, bei Flut wird vermehrt Wasser Richtung Strand transportiert, bei Ebbe fliesst vermehrt Wasser vom Strand weg. Je nach Gezeitenstand verengen sich die Bereiche zwischen den Sandbänken, die gleiche Wassermenge kann nur durch einen kleineren “Flaschenhals” (Verjüngung zwischen z.B. Sandbänken und den dazwischen liegenden Strömungskanälen) abfliessen. All das hat auswirkungen auf den Strandbesucher, im besonderen für Surfer, Boogieboarder oder Schwimmer. Strömungen sind der “Lift” um das “Line Up” (der Ort an dem man sich aufreiht um Wellen anzustarten) mit möglichst wenig Kraftaufwand zu erreichen.

Der Surfer kann alsodurch die Strömungen Kraft sparen, hier kommen wir noch später darauf zurück, natürlich wird der Surfer durch Strömungen auch in seiner Position beeinflusst. Somit heisst es immer wieder orientieren, den Platz an dem man die Wellen anstartet beibehalten und dann viel Spass haben. Strömungen bergen auch Gefahren, wer sich nicht mit ihnen auseinander setzt, kann sich verzweifelt gegen die Strömung wehren, das bringt genau so viel wie in einem Fluss stundenlang gegen den Strom zu schwimmen.

Hier somit die erste Regel, wenn man in eine Strömung gerät, erst mal Ruhe bewahren, die Situation analysiern (woher kommt der Strömungsfluss, wohin wird er mich bringen) und dann die Entscheidung treffen wie man am kraftsparendsten aus der Strömung heraus kommt. Als Tipp, immer Seitlich aus der Strömung heraus schwimmen, sich an der Brechungszone der Wellen orientieren (auch wenns dort kracht und gefählich aussieht) denn dort wird Wasser in Richtung Strand transportiert, dort muss man nicht gegen den Wasserfluss ankämpfen sondern wird von diesem mitgenommen. Somit erste Regel, “dont panic” und sich klar machen wo Wellen brechen, dann dorthin orientieren und versuchen auf dem Weg dorthin so wenig als möglich gegen die Strömung anzukämpfen, das raubt nur Kraft. Bitte niemals denken, das es einfacher wäre ohne Surfbrett (Board) aus der Strömung zu kommen, egal was ihr dabei habt, es ist eine Schwimmhilfe und die trägt euch auch noch wenn Ihr keine kraft mehr habt und irgendwo auf dem Weg nach Timbuktu seid. Also, niemals das Board als Hinderniß sehen, sondern immer als Schwimmhilfe.

Jetzt ein bisschen Theorie, hier ein paar Beispiele wie Strömungen entstehen und wie diese sich durch Gezeiteneinfluss, Dünungsrichtung (siehe Wellen) und Wellengrösse verändern können. Die Winddrift habe ich hier mal außen vor gelassen, da sie ja schon in der Einführung angesprochen wurde.



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unser BLOG wird nicht nur Themen zum Surfen und Wellenreiten in Europa behandeln.

Wir sind leidenschaftliche Brett Sportler und sehen natürlich das Thema Surfing als unseren Schwerpunkt an, werden aber auch Highlights zu den Bereichen Snowboard, Mountainbike, Motocross und Skydiving immer wieder in unseren Beiträgen mit einbeziehen.

Viel Spaß beim durchstöbern unseres BLOGs,
Euer surf-house Team

 

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