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So hier kommt nun wohl der interessanteste Beitrag, Wellenentstehung, Wellenwanderung und Wellenbrechung. Warum muss “ich” über die Wellen bescheid wissen stellt man isch hier die Frage, naja da wir als Mitteleuropäer die in Deutschland leben nicht immer unbedingt die Möglichkeit haben Wellen vor der Haustür zu surfen (vom Münchner Eisbach mal abgesehen) muss meist zu den Wellen gereist werden. Egal ob in Europa, Nord- oder Südamerika, Afrika, Asien, Australien oder eben nur im Mittelmeer oder an der Nordsee, Wellen verhalten sich nach bestimmten Vorgaben und entstehen wie schon angedeutet durch Wind oder besser gesagt durch einen fetten Sturm.
Wellen entstehen irgendwo auf dem offenen Ozean durch sehr starken Wind der die Wasseroberfläche bearbeitet. Jeder hat schon mal eine Pfütze gesehen in die Wind hinein fährt und dort kleine Verwirbelungen erzeugt und diese in Windrichtung davon schiebt. Je nach Dauer, Stärke und Kontinuität in eine Richtung des Windes werden diese Verwirbelungen immer weiter aufgebaut und es entsteht eine sogenannte Windsee (Windsea) mit sehr ungeordneten Wellenbergen und Wellentälern die in Windrichtung aus dem Sturmgebiet heraus geschoben werden. Die höchsten Windsee Wellen sind eine riesige Gefahr für die internationale Schifffahrt, es können Wellenberge mit einer Höhe von bis zu 60 Metern entstehen die nicht nur der kleinen Nußschale das Genick brechen sondern auch dem großen Öltanker den Gar aus machen können. Hierzu gibt es aber am Ende des Artikels noch einen Exkurs, wer es gar nicht mehr abwarten kann hier schon die Verlinkung zu den Themen Windsee und Tsunamis.

Wenn diese Windsee nach Tagen das Sturmeinflußgebiet verlässt, dann ist die Erdgravitation schuld daran das sich die durch den Wind eingefügte Energie wieder normalisiert und ordnet. Die Windsee verlässt das Einflußgebiet (Fetch) und sortiert sich, das heißt die Windenergie begibt sich auf Meeresspiegel Niveau, verlagert sich auf sogenannte Orbitalwalzen die sich unter den Dünungshügeln befinden. Dies ist ein Prozeß der mehrere Tage in Anspruch nimmt, somit sind Wellen die weit auf dem offenen Ozean entstehen besser sortiert als Wellen die nah an der Küste entstehen. Angemerkt sei hier das in einer Dünung (Swell) kein Wassertransport statt findet, sondern sich die Energie auf den in Abbildung xy dargestellten Orbitalbahnen fortsetzt. Setzt man einen Korken auf offener See ohne Wind auf die Wasseroberfläche so wird dieser nicht nach vorne oder hinten bewegt, sondern nur auf- und abwärts.Die Dünungshügel reisen nun durch die Windenergie durch den Ozean, hierbei entstehen sogenannte Dünungszüge (Sets) die auf physikalischen Gesetzmäßigkeiten basieren. Grössere Dünungshügel haben eine höhere Reisegeschwindigkeit und ein höheres Energiepotential als kleinere, dadurch setzen diese sich nach vorne, andererseits müssen die ersten Dünungshügel den höchsten Energieverbrauch aufbringen um durch den Ozean zu reisen. Dadurch eliminieren sich Dünungshügel, Bereiche mit Pausen zwischen den Dünungshügeln entstehen und je nach Strecke die zurück gelegt werden bilden sich Dünungszüge mit einer bestimmten Wellenanzahl aus. Das ganze Prinzip funktioniert ähnlich wie beim Radsport, der erste strampelt, die anderen fahren Windschatten und dann wird gewechselt und es bilden sich Gruppen aus
. Nach einer gewissen Zeit treffen diese Dünungshügel dann auf unser Kontinentalschelf, der Abstand zwischen den Orbitalwalzen und dem Untergrund wird geringer, bis diese dann den Boden berühren. Da es sich bei den Orbitalwalzen um Energie handelt, wird diese nach oben hin aufgestaucht und je weiter der Dünungshügel Richtung Strand läuft um so mehr wird er aufgebaut (steiler). Es kommt der Punkt an dem der Dünungshügel seine maximale Höhe erreicht hat, bedingt durch den immer spitzeren Winkel an der Wellenspitze wird das Gebilde instabil, die Welle fängt an zu brechen. Hier findet das erste mal Wassertransport statt.

Aufgrund der unterschiedlichen Steilheit des Untergrundes kann diese Aufstauchung der Orbitalwalzen langsam von statten gehen man sieht hier dann sanft brechende Wellen, findet die Aufstauchung durch einen steil ansteigenden Strand schnell und abrupt statt, so sieht man hier im Regelfall eher hohler brechende Wellen. Wenn hinter dem steilen Anstieg die Sandbank nicht hoch genug liegt um die Welle zum brechen zu bringen, danach ein Becken im Untergrund vorhanden ist, so versackt die Welle wieder, hat zwar schon etwas Energie verloren, aber Besitzt noch genug um an der nächsten Sandbank / Riff oder am Strand diese zu entladen.

Als typische und klassische Welle gilt natürlich der reef break, hier werden die Wellen auf kurzer Distanz abgrbremst und die Orbitalwalzen somit schnell nach oben gestaucht. Die gesamte Wellenenergie entlädt sich auf kurzem Weg, der Punkt der Instabilität wird sehr schnell erreicht und der vormals gewachsene Dünungshügel wirft durch die instabile Situation seine Wellenlippe nach vorne. Hier ensteht ein Hohlraum zwischen dem herabfallenden Teil der Welle und dem Wellenrücken, der ultimative Traum jedes Surfers der Tuberide auch Barrel genannt.

Wellen die direkt auf den Strand brechen nennt man Shorebreak, der bekannteste Shorebreak mit den spektakulärsten Aufnahmen ist hier wohl der Waimea Bay Shorebreak.




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