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Lang lang ist es her, Portugal und vor allem Sagres liegt nun mehr als über ein Jahr zurück in der Vergangenheit und viel ist geschehen. Die ursprüngliche Website surf-house wird in Ihrer früheren Form nicht mehr existieren, leider ist es unmöglich eine Site wieder zum leben zu erwecken, surf-house war und ist nicht mehr, dafür gibt es aber nun diesen Blog in dem ich/wir unsere Surferfahrungen, Geschichten und Trips veröffentlichen werden.
Für alle die uns in den vergangenen Jahren treu die Stange gehalten haben, die uns immer wieder besucht haben und über Tage, Wochen oder sogar Monate (ja Lars und Max) an unserem Leben teil genommen haben, habe ich hier nochmal einige Bilder und Erlebnisse kurz zusammen gefasst und hoffe das diese Euch genau so in Erinnerung schwelgen lassen wie mich.
surf-house ist tot, es lebe surf-house (naja schlechte Adaption) aber ich finde meine 13 Jahre surfen und Unterrichten sollen irgendwo auch den Menschen etwas nützen, die sich für eine der schönsten, naturverbundensten und spaßigsten Sportarten entscheiden. Surfen hat mein Leben bestimmt und wird es weiterhin tun, mit einer anderen Priorität und mit anderen Mitteln, aber ich liebe Surfen und werde immer Surfer bleiben.
So hier nun die versprochenen Bilder, Texte werde ich oder andere die gerne bloggen dann immer wieder hinzufügen
Geht raus und genießt den Surf, lebt den Tag am Strand und nehmt Erinnerungen mit, surfs up for ever!
Robert
Einer der beeindruckendsten Momente, Sagres im März 2003, hier hat ein großer Wintersturm Dünung in Höhe von bis zu 20 Metern auf die nord-westliche Atlantikküste geschickt. Wenn man bedenkt, das die Klippen hier eine Höhe von 40 Meter bis 45 Meter haben, kann man sich vorstellen, was für Wellen in die Buchten um Sagres gebrochen sind. Dieses Bild ist entstanden nachdem ich am nächsten Morgen auf meiner Klippe aufgewacht bin und dachte ein Erdbeben grösseren Ausmaßes kommt auf Sagres runter und dann erst die Klarheit, Wellen. Das Foto ist ist nach dem gute morgen Galao bei Carla im A´Vigia bei Beliche entstanden.
Ich habe mal keine Wertung auf die zeitliche Abfolge gesetzt, hier ein perfekter Tag bei perfekten Bedingungen in Ponto Ruiva (Red Rock) einem Surfspott der zwei Points je nach Swellrichtung anbietet. Den Weg findet Ihr bestimmt selber
hier soll ja nicht umbedingt alles vorgekaut werden, entdecken und surfen ist die Devise. Nach 3 bis 4 Stunden im Wasser hatten wir alle (genau 6 Surfer) keine Kraft mehr, die Tide wurde immer schlechter und der erste der sich erschöpft an den Strand geschlagen hat (Danke Max) hat dann dieses Bild gemacht.
Eines der Abschiedsbilder, nachdem eigentlich schon klar war das ich Sagres den Rücken zukehren werde, so war es einfach auch mal den entspannten Kerl raus hängen zu lassen und wie das Leben so spielt, mein Hund Sam hat das natürlich gemerkt und hat sich natürlich auch die dicke Hose angezogen. Die letzten Tage in Sagres waren wunderbar, sehr guter Surf, sehr nette Menschen um mich und ich hoffe und wünsche mir das wir uns wieder sehn. Danke Nina, danke Roberto, danke Nuno, Cyrus, Sven und Dana, Kati und Franzi und wen auch immer ich natürlich vergessen habe.
So und damit auch mal so richtig das surf feeling rüber kommt, hier natürlich noch das ein oder andere Surfbild oder Bild mit Surfbrett (auch wenn diese nicht immer ganz geblieben sind), es ist und bleibt der Moment, der einzige Augenblick den man nicht in Bildern oder Filmen festhalten kann, denn dieser Augenblick hat sich unausweichlich in unsere “Festplatte” eingebrannt. Fotos sind eigentlich nur die selbstbeweihräucherung oder Beweis für die anderen, meist hat man die richtigen Momente immer vor dem geistigen Auge, manchmal müssen wir unserem eigenen Narzißmuß das Futter geben um durch einen dritten die Bestätigung zu erhalten.
Momente, die man mit anderen im Wasser teilt, mit Freunden erlebt und nicht mehr vergisst. Momente wie diese treiben einen an, das Surfen nicht nur als Sport zu leben, sondern Surfen für einen selbst zu dem zu machen, was es eigentlich immer von Anfang an sein sollte, ein Augenblick, ein manchmal noch so kurzer Wimpernschlag eines großartigen Gefühls, das man nur selten mit anderen Menschen, so nahe diese einem stehen mögen, teilen kann. Um so besonderer und wertvoller sind solche Momente wenn man diese ohne Worte und ohne großen austausch mit eben jenen Menschen teilen kann und noch jahre später kein Wort notwendig ist um zu wissen, das der andere das gleiche unvergeßliche Gefühl hattte und immer noch hat. 



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