
Tibet, Olympia und China
Der Olympische Grundgedanke und die Tibetanische Kultur lassen sich sicherlich sehr einfach auf einen Nenner bringen, im Gegensatz hierzu lässt sich China und die politische Situation nicht ganz so einfach auf den Nenner des Olympischen Grundgedankens bringen, die Ereignisse der letzten Monate und die Reaktion Chinas auf die Forderung nach Unabhängigkeit Tibets eigentlich nicht mehr. Wenn man ehrlich ist, so hätten die Olympischen Spiele niemals in China ausgetragen werden dürfen, genau so wenig wie seinerzeit in Berlin, aber das IOC als auch ein Teil (welcher eigentlich genau?) hat gewählt und entschieden.
Die Medien stürzen sich momentan auf Protestaktionen die im Grunde genommen gegen China gerichtet sind, zum Leidwesen der Sportler (natürlich auch des IOC und der Funktionäre) auf deren Rücken ausgetragen werden. Grundsätzlich gehören die Spiele in Peking boykottiert, sanktioniert aber Attacken auf Sportler die trainiert und geschuftet haben um an den Spielen teil zu nehmen werden auf dem Weg mit dem olympischen Feuer attakiert.
Auf der anderen Seite ist dies unter Umständen die letzte Chance für Tibet auf die Situation aufmerksam zu machen, auf die Mißstände, auf den kulturellen Mord wie die Medien behaupten. Im Grunde genommen geht es doch nur um eines, das tibetanische Volk will seinen geistigen Führer “Dalai Lama” zurück, der geistige Führer sehnt sich nach seiner Heimat und seinem Volk nach 48 Jahren Exil in Dharamsala. Am 10 März 1959 begann der Widerstand der Tibeter gegen China mit einem Volksaufstand in Lhasa der von den Chinesen brutal nieder geschlagen wurde. Seit diesem Zeitpunkt dauert der Widerstand der Tibeter an, friedlich aber mit Nachdruck.
Nun ist es soweit, China kann nicht alle Nachrichten an den Rest der Welt zensieren, dafür ist durch die Olympischen Spiele das Spotlight zu sehr auf Peking, die Führung und auch auf Tibet gerichtet. Diese Chance nutzt sowohl der Dalai Lama mit einem sensationellen Interview gestern Abend aber auch alle Exil-Tibeter machen auf die drastischen Misstände aufmerksam. Unter Umständen zum letzten mal, eine letzte Chance, nicht nur für Tibet die Unabhängigkeit durch Medienpräsenz und Aktionismus zu erzwingen, sondern auch die Chance für China die nach innen gerichtete Politik und die Abgrenzung in Globalität zu verwandeln und ein wirklicher Player auf dem Weltmarkt zu werden. Wofür wird sich China entscheiden? Die politisch überholten Werte bei zu behalten, oder sich kulturell und wirtschaftlich der Welt zu öffnen. All das liegt hier auf den Wagschalen, Politik, Wirtschaft, Kultur und was zeigen die Medien? Bilder von Menschen die eine geistige Haltung vertreten, zum Aktionismus schreiten, Gewalt anwenden obwohl es Ihrer Philosophie und Kultur widerspricht. Sportler die das alles auf dem Rücken austragen müssen, die geschubst werden, die beschimpft werden und und und, aber hey Ihr alle vertretet eine Nation die bislang noch keine Stellung abgegeben hat, Ihr habt keine Stellungnahme abgegeben. Es wird Zeit! Free Tibet! Free Tibet und lasst den Dalai Lama zurück kehren, denn er als geistiger Führer, ist wohl der einzige der Tibet auch führen wird und kann, nicht China.
Free Tibet