In´s Wasser gefallen
ist das gestrige Jack Johnson Konzert im Münchner Olympia Reitstadion gestern im wahrsten Sinne des Wortes.
Angekündigter Einlaß um 16.30 bei schönstem Sonnenschein, warten bis 18.30 auf die nicht angekündigte Band g-love die noch bei schönstem Wetter und Gewitterfronten gut performed haben. Nette Stimmung zum Einstimmen hat g-love verbreitet, die Ansprache an die Besucher war nett und vor allem sehr auffordernd. Ob dies am Publikum lag, ich denke nicht, denn alle warteten gespannt auf den Act von “Onkel Jack”.
Endlich war es soweit, Jack Johnson betritt die Bühne, die Bravo Gewinnerinnen standen voll Erwartung auf der Bühne und himmelten den Surfbarden an. Endlich konnte das Publikum das voll Spannung erwartete Konzert genießen, die Stimmung war gigantisch und auf der Wiese im Olympia Reitstadion konnte sich auch der gemäßigtere Fan dem Trubel hingeben.
Jack Johnson legte ohne Begrüßung los und spielte zum Auftakt Stücke aus den ersten Alben “On and On” und “Brushfire Fairytails” bevor er einige Songs aus dem neuen Album Sleep Through The Static anspielte.
Zwischenzeitlich braute sich an der Bühnen – Skyline ein gewaltiges Unwetter zusammen das selbst beim grössten Optimisten und Fan ein bisschen Unbehagen aufkommen ließ. Der erste Sturmwind beim 5ten Song, dann der große Knall mit eiskaltem Regenschauer, Blitzen und vielen Fans die sich wie wir nicht genügend auf das Wetter vorbereitet hatten und in sommerlichem Outfit im kalten Regen standen.
Letztendlich hat die Konzertleitung dann das Konzert abgebrochen, Argument war das die Bühnentechnik schaden nehmen könnte. Ein bisschen Unverständnis hat die Art und Weise des großen Künstlers bei uns schon ausgelöst, denn von einem kurzen Aufruf die Konzertunterbrechung zu verstehen, kam an Kommunikation von Jack Johnson leider nichts.
Letztendlich haben sich mehr als 12.000 bezahlende Gäste auch bei schlechtestem Wetter, eiskaltem Regen und Blitzgefahr weiter auf der Wiese getummelt und hätten ein nettes Wort für die Unterstützung verdient gehabt. Leider kam hier gar nichts, weder vom Künstler noch von der Konzertleitung.
Nach weiteren 20 Minuten des Wartens im strömenden Regen und hoffen das sich die Konzertleitung dazu entschließt Jack weiter spielen zu lassen begann eine erste Fanwanderung zu den im weiter entfernten Parkplätzen zu bewegen. Wir haben auch unsere durchnässten Sachen gepackt und uns vom “Schlammacker” gemacht.
Fazit des ganzen war, das ich mir für 44,00 Euro viele Jack Johnson Songs einschließlich seines neuen Albums bei iTunes herunter laden hätte können, das ganze dann in der heimeligen Badewanne bei angenehmen Temperaturen genossen hätte. Wir werden wohl alle zu alt für derartige Konzerte, obwohl, einen spannenden Aspekt hatte das ganze, ich wollte unbedingt in eine Polizeikontrolle geraten da ich in meinem bisherigen Leben noch nie nur in durchnässter Unterhose hinter dem Steuer gesessen habe.
Jack mach weiter gute Musik, sprich mit deinem Publikum und lass es nicht mehr einfach nur im “Regen” stehen, dann laufen dir auch nicht die hälfte der Fans davon.
Cherio bis zum nächsten Mal, dann aber ganz entspannt in der Wanne
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